In unserem Zeitalter sind Bücher oft zum Wegwerfprodukt geworden, maschinell hergestellte Objekte, denen nur vorübergehend ein Wert zugesprochen wird. Dagegen hat ein Buch, das in mühsamer Arbeit von Hand gebunden wurde, einen nachhaltigen Wert. Oft genug werden daraus eines Tages sogar wertvolle Sammlerobjekte.
Diese in ihrer Zahl sehr knappen Bücher werden jeweils für gemeinnützige Zwecke an die Leser verkauft. Wer bereits im Vorjahr ein Exemplar gekauft hat, besitzt für die folgenden Jahre jeweils ein Vorkaufsrecht für das neueste Exemplar.
Über 200 Jahre lang hatte es auf dem Grund des Meeres gelegen, bevor es Taucher unter Einsatz ihres Lebens an die Oberfläche holten. Das Rentierleder aus St. Petersburg war im Jahr 1786 vor der Küste Großbritanniens untergegangen. Durch sauerstoffarmen Schlamm und tiefe Temperaturen perfekt konserviert, erhielt das extrem seltene Wrackleder im Jahr 2006 neues Leben eingehaucht.
Mit den wohl letzten verfügbaren Reserven dieses ebenso seltenen wie geschichtsträchtigen Leders wurde im Jahr 2006 erstmals ein Buch gebunden. Die Sonderauflage 2006 meines Buchs ist meinem Wissen nach das einzige Buch der Welt, das in diesem Material gebunden ist.
Für die Geschichte des Wrackleders laden Sie sich bitte diese pdf-Datei herunter.
Wenn Sie gleich auch noch mehr darüber lesen möchten, wofür die rund EUR 50.000 Erlös aus dem Verkauf der 100 Exemplare gingen, klicken Sie bitte hier.
Jeder Experte für antike Textilkunst wird Ihnen bestätigen, dass alte zentralasiatische Stickereien zu den feinsten Textilobjekten gehören, die je auf der Welt produziert wurden. Genau genommen sind diese antiken Raritäten von weitaus besserer Qualität als alles, was Sie heute an Stoffen kaufen können.
Es war eine echte kasachische Prinzessin, die das diesjährige Buchprojekt erst möglich machte. Ohne wohlwollende Kontakte vor Ort wäre auch das in diesem Jahr verwendete Material nie in unsere Hände gelangt. Dies auch, weil es für die Ausfuhr dieses Materials einer Sondergenehmigung der Kulturbehörden bedurfte.
Diese Stoffe wurden Jahrhunderte lang in privaten Haushalten hergestellt, als Teil der familienorientierten Kultur dieser Region. Die Sowjetunion unterbrach jedoch die Weiterführung dieser Tradition. Das mündlich überlieferte Wissen für die Herstellung dieser textilen Kunstwerke ist heute unwiederbringlich verloren.
Beim diesjährigen Material handelt es sich um opulente Stoffe, die in monate- und teilweise sogar jahrelanger Arbeit von Hand hergestellt wurden. Sie sind uralt. Genau genommen sind sie längst ein Gut, das in Museen ausgestellt wird, z.B. im Londoner British Museum, dem New Yorker Metropolitan Museum of Art und auch der St. Petersburger Hermitage.
In diesem Jahr ist jedes Buch ein Einzelstück. Es handelt sich also um 100 echte Unikate. Für die detaillierte Geschichte dieser Materialien laden Sie sich bitte unsere PDF-Datei runter.
Wenn Sie gleich auch noch mehr darüber lesen möchten, wofür die abermals fast 50.000 Euro Erlös aus dem Verkauf der 100 Exemplare gingen, klicken Sie bitte hier.
Die Königin von England, Bill Gates und Ralph Lauren - dies sind nur einige der Klienten von Gavin Rookledge, einem außergewöhnlichen Buchbinder, der in einer skurril anmutenden Werkstatt in einer entlegenen Ecke Süd-Londons arbeitet.
Alle seine Klienten haben eines gemeinsam: Eine Liebe und Leidenschaft für Objekte, die mit großer Liebe zum Detail von Hand hergestellt wurden. Dagegen sticht ein Buch, das von Gavin Rookledge gebunden wurde, angenehm aus diesen Massenprodukten hervor. Wer ein Buch von Rook's Books erwirbt, besitzt eines jener Meisterwerke, die später einmal von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Kontaktdaten: Gavin ist ein Meister, wenn es darum geht, den Charme längst vergangener Tage wieder zu erwecken. Seine handwerklich herausragende Arbeit ist jedoch längst nicht mehr nur auf Bücher begrenzt. Er ist heute ein Experte für schlicht alles, bei dessen Herstellung edle und seltene Leder eingesetzt werden.
Während der letzten Jahre expandierte Gavins Unternehmen in die Welt der Luxusjachten. Heute sind einige der teuersten privaten Jachten der Welt mit Skulpturen und ungewöhnlichen dekorativen Objekten aus Gavins Werkstatt ausgestattet. So, wie auch die Liste seiner Kunden für handgebundene Bücher denkbar erlesen ist, reihen sich auch in seinem neuesten Tätigkeitsfeld die prominenten Namen aneinander. Sein Adressbuch umfasst Rockdiven und Milliardäre. Einige seiner Kunden sind extrovertierte Showmänner, die der ganzen Welt mitteilen möchten, welches neue Werk sie gerade von Gavin erworben haben. Andere sind diskrete, manchmal sogar anonyme Zeitgenossen, die schlicht einen Hang für perfekte Handarbeit haben und einzigartige Objekte sammeln.
Dann gibt es da noch den bizarren, rundum in Leder eingepackten Ford-Transporter: Das historische Vehikel ist vollständig in nachgeahmtes Krokodilsleder eingepackt (nachgeahmt, da Gavin aus Prinzip nur Leder verwendet, das im Rahmen industrieller Tierzucht als Nebenprodukt abfiel). Auf der Dachfläche des Fords stapeln sich antike Überseekoffer und verschiedenste andere Kuriositäten. Wenn Gavin mit seinem Ford auf die Straße geht, steht in London der Verkehr still. Schaut er einmal in meinem Londoner Büro vorbei, laufen die Kinder aus der ganzen Nachbarschaft herbei, um das wie eine Zeitmaschine anmutende Fahrzeug zu bestaunen. Gavins Ford sieht aus, als wäre er aus einem Harry Potter-Film in die Realität gebeamt worden. Man muss den alten, in ebenso liebevoller wie mühsamer handarbeit modifizierten Ford einmal live gesehen haben, um zu glauben, dass er wirklich existiert.
Gavins Werkstätte kann ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden. Neben Büchern nimmt er heute auch immer öfter Aufträge für ungewöhnliche Objekte jeder Art an. Alle Anfragen hinsichtlich eines Lederprodukts beantwortet er persönlich.
Sicher ist, dass jeder, der Gavin einen Auftrag erteilt, das Privileg hat, eine einzigartige Erfahrung machen zu können. Als Kunde hat man das große Vergnügen, sich direkt mit ihm austauschen und von ihm lernen zu können. Der extrem wortgewandte und außergewöhnlich gebildete Meister seines Fachs geht mit einer Begeisterung an seine Arbeit, die an Fanatismus grenzt. Seine Arbeiten sind deshalb nicht nur herausragende Objekte, es ist zudem auch eine reine Freude, an seiner Seite den Entstehungsprozess erleben zu dürfen.